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Martin Walser

Martin Walser

Copyright: Jim Rakete

Martin Walser – Angstblüte

»Wie dem Maler die Welt zu einem Andrang von Motiven wird, so boten sich ihm, wo er hinkam, Möglichkeiten an, Geld zu vermehren.«

Karl von Kahn, Anfang 70, ist Anlageberater, Geldvermehren ist sein Beruf, seine Kunst, seine Leidenschaft. Seine Energieformel, aus Bergwanderungen in den Münchner Firmenalltag übertragen, lautet: »Bergauf beschleunigen.« Unterzugehen kann er sich nicht leisten.

Jetzt erfährt er von Gundi, der Frau seines besten Freundes, dass der Freund gelähmt im Krankenhaus liegt. Als er an dessen Bett steht, ist er erschüttert. Gundi bittet ihn, den letzten Wunsch des Freundes zu erfüllen, er unterschreibt den Vertrag, den sie ihm vorlegt. Und eine Firma ist verkauft.

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Die Erinnerungen eines großen Humanisten

  erstellt am                 06.01.2007 um 09:30 Uhr

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  letzte Bearbeitung am  06.01.2007 um 12:45 Uhr

Ralph Giordano – Erinnerungen eines Davongekommenen

Im März 2007 werden »Erinnerungen eines Davongekommenen« von Ralph Giordano bei Kiepenheuer & Witsch erscheinen (ISBN 3-462-03772-2). Dass Ralph Giordano als Sohn einer jüdischen Mutter davonkommen würde, war unwahrscheinlich. Wie er davonkam, und das immer wieder, darüber legt der Journalist, Fernsehautor und Schriftsteller Ralph Giordano in der Mitte seines neunten Lebensjahrzehnts Zeugnis ab.

Ralph Giordano

Ralph Giordano

Erinnerungen eines Davongekommenen

Die Leseprobedieses Buches, die Kiepenheuer & Witsch ins Internet gestellt hat, überzeugt durch sprachliche Dichte und die Präzision der Beschreibung. Nur wenige Sätze lassen schon Zeiten und Situationen in aller Deutlichkeit wiedererstehen und den Leser erschrecken: »Der 30. Januar 1933 war noch spurlos an mir vorbeigegangen, wie auch der Reichstagsbrand vom 27. Februar und der Boykott jüdischer Geschäfte am 1. April. Nur wenig später aber wurde das Dritte Reich Adolf Hitlers für mich spürbar – am Antrittstag auf dem Johanneum. Hie Arier – hie Nichtarier, wurde da befohlen. Worauf sich die Klasse in zwei ungleiche Gruppen teilte, eine kleinere und eine größere. Da mein Bruder und ich mit der Frage nicht das geringste anzufangen wussten, gesellten wir uns dem größeren Teil der Mitschüler zu, etwa dreißig, während der kleinere nicht mehr zählte als Finger an einer Hand. Am Nachmittag wurden wir dann von den Eltern belehrt, dass wir zu der kleineren Gruppe gehörten. Ich erinnere mich an keine Beunruhigung von Vater und Mutter, Stirnrunzeln vielleicht, das war alles. In mir sah es jedoch anders aus.«

Leseprobe: Ralph Giordano – Erinnerungen eines Davongekommenen

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Ein ganz und gar persönliches Buch, das Schlüsseldokument eines unvergleichlichen Lebens

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch kündigt das Buch mit diesen Worten an: »Es ist atemberaubend, mitzuerleben, wie der Zehnjährige 1933 über Nacht konfrontiert wird mit einer Macht, vor der bald schon die Welt zittern wird. Unter welchem Druck muss ein Siebzehnjähriger stehen, der das Leben der geliebten Mutter beenden will, um ihr ein schlimmeres Schicksal zu ersparen? Und wie lässt sich ein sich immer noch steigernder Schrecken aushalten, bis der Zweiundzwanzigjährige erlebt, woran er nicht mehr geglaubt hat: die Befreiung? Dennoch wird eines im Leben dieses Aufklärers bleiben – die Konfrontation mit Mächten, von denen die ganze Welt berührt wird, mit Nationalsozialismus, Faschismus, Stalinismus und Islamismus.«

Kiepenheuer & Witsch: Die Erinnerungen eines großen Humanisten

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