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Schwarze Rhetorik

KARSTEN BREDEMEIER

Schwarze Rhetorik

KARSTEN BREDEMEIER – Schwarze Rhetorik

Kurzbeschreibung – Der Rhetoriker beherrscht die Kunst, Sprache optimal einzusetzen – notfalls auch als Florett, indem er duch Sprachwitz und Doppelbödigkeit seinem Gesprächspartner zu Leibe rückt. Verbale Attacken werden mit kunstvoller Schlagfertigkeit geschickt abgewehrt. Der bekannte Kommunikationstrainer Karsten Bredemeier zeigt, wie jeder diese Kunst erlernen kann, denn durch geschickte Fragen, passende Redewendungen und mit trainierter Schlagfertigkeit lassen sich die eigenen Ziele in Gesprächen und Verhandlungen geschickt durchsetzen. Mit zahlreichen Übungen und Beispiel-Dialogen.

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Goethes Gartenhaus

Goethes Gartenhaus
Foto: Stefan Greitzke
(c) PixelQuelle.de

Der Hagestolz – weder hager noch stolz

Der Hagestolz – weder hager noch stolz – ist er aber zu arm für ein stolzes Weib?

Hag ist die Bezeichnung für ein umschlossenes Terrain, einen Garten, umrankt von Rosen und Efeu – vielleicht auch von Dornen. Gehegt und gepflegt – aber nicht von liebender Hand, sondern notgedrungen eigenhändig.

Denn der Sohn aus der Bauernfamilie, der als Spätgeborener nicht eine Erbteilung zuungunsten des Florierens des Gesamtbetriebes erwarten konnte, musste mit dem kleinen Erbteil vorliebnehmen, der es ihm nicht erlaubte, die Frau seiner Wahl zu versorgen. Was ihm blieb, war der Hag und sein Stolz, zwar aus vielleicht angesehener Familie zu stammen, aber ohne entsprechende Mittel dazustehen: ein mittelloser Junggeselle, der sich mit seinem frauenlosen Schicksal abfindet.

vgl. Duden: Das etymologische Wörterbuch 2006
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Träumende Elfe

Träumende Elfe
Foto: mara
(c) PixelQuelle.de

Gnom

Gnom
Foto: ALPIX – (c) PixelQuelle.de

Alptraum oder Albtraum?

Wenn ein Nachtmahr den Schafenden drückt – Alptraum oder Albtraum, Alpdruck oder Albdruck?

Der schwere Traum, der noch nach dem Aufwachen die Seele bedrückt, er erinnert an Steine, die auf der Brust lasten und das Atmen beschweren. Aber es sind dennoch keine Gebirgsbrocken, die als Vorlage dieses Bildes dienten. Hinter Alb verbergen sich weder die Alpen noch die Alb. Es ist der Elf, der seine Hand im Spiele hatte. Dieser ist das männliche Gegenstück zur lieblichen Wald- und Blumenelfe, die erst in der Romantik, im 18. Jahrhundert, mit Liebreiz und Anmut bekleidet wurde.

Seit Astrid Lindgren ihre »Ronja Räubertochter« der unheimlichen Willkür der kleinen Erdgeister aussetzte, seit Harry Potter uns mit dem Elf, einem uralten Gnom mit Fistelstimme, bekanntmachte, sind die kleinen Nachtgespenster wieder ins Bewusstsein zurückgekehrt. Sie sind der sprachliche Zugang zum Waldgeist, dem Alb, der uns als Märchen- und Sagenfigur begegnet. Sie erscheint in Gestalt eines verwünschenden, zauberischen Zwerges, etwa der des missgünstigen, bösartigen Gecken, der seine Schätze vor »Schneeweißchen und Rosenrot« verbirgt, der des jähzornigen »Rumpelstilzchens«, der das Ungeborene der jungen Königin durch seine Zauberkräfte zu erschleichen trachtet oder der des Zwergenkönigs Alberich, dem Hüter des Nibelungenhorts.

Ursprünglich bezeichnen die althochdeutschen Begriffe alb oder alp und das englische Wort elf zwergenhafte Naturgeister des Volksglaubens, deren dämonische Eigenschaften erst die Kirche ersann. Der Name Alb hat sich neben seiner religionswissenschaftlichen Bedeutung als Bezeichnung für die germanischen Geister, die Alben, nur noch in der Verbindung mit dem Albtraum erhalten. So fügt sich schließlich das Nachtmahr, das Gespenst, das die schlafende Kreatur bedrängt, in die Erklärung des Albtraums.

Die Schreibweisen Albtraum und Alptraum sind vom etymologischen Gesichtspunkt also beide korrekt. Aber ihre Herkunft erschließt sich aus den Naturgeistern, den Elfen, sie stammen nicht von den Gebirgszügen gleichen Namens ab.

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Atlas vor dem Rockefeller Center

Atlas vor dem Rockefeller Center
Foto: J – (c) PixelQuelle.de

Karyatide in Wien

Karyatide in Wien
Foto: wuestenfux
(c) PixelQuelle.de

Atlas und Atlant

... warum eigentlich »Atlanten«? Nicht einmal die Griechen hätten zu einem geografischen Tafelwerk »Atlas« gesagt, ganz zu schweigen von »Atlanten«.

Unregelmäßige Pluralbildungen von Fremdwörtern erscheinen uns oft befremdlich. Ihre korrekte Anwendung kann sogar übertrieben dienstfertig wirken. Jedoch ist gerade der Plural Atlanten zu Atlas gar nicht abwegig.

Atlas ist ein Wort mit vielen verschiedenen Bedeutungen, die nicht alle einen gemeinsamen Ursprung haben.

Das nach dem altgriechischen Gott Atlas benannte Gebirge im Norden Afrikas, auf dem nach mythologischen Vorstellungen der Himmel ruhte, ist Namensgeber für den Atlantik (griechisch: Atlantikón pélagos, dazu die lateinische Entsprechung: Atlanticum mare), womit schließlich das gesamte Weltmeer bezeichnet wurde. Auch das Kartenwerk Atlas lehnt sich an die Vorstellung des die Erdkugel auf seinen Schultern tragenden griechischen Gottes an. Daraus ergibt sich die Schwierigkeit einer adäquaten Pluralbildung, denn der Gott Atlas ist singulär.

Das Kartenwerk hat zwei gleichwertige Bezeichnungen. Atlas und Atlant. Der Plural resultiert also ganz regulär aus der letzten.

Eine weitere Übertragung erschließt sich aus der Göttergestalt als Vorbild für die Figur Atlant, der Gebäudeteile auf Kopf oder Schultern trägt. Karyatiden dagegen, wie sie zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts Hauseingängen als Schmuck dienten – etwa im Hamburger Schanzenviertel Susannenstraße/Schulterblatt – tragen ihre Last auf dem Nacken.

So heißt auch der obere Halswirbel, der solcherart belastet den Kopf auf den Schultern trägt, Atlas.

Das arabische Wort »atlas« bedeutet kahl, glatt und ist deshalb Bezeichnung für einen glänzenden Seidenstoff, der je nach Seite nur Kette oder Schuss sichtbar werden lässt.

Zwar ist der Plural zu dem Kartenwerk Atlas mittlerweile auch mit Atlasse korrekt ausgedrückt. Wer jedoch am hergebrachten Plural Atlanten festhalten möchte, ist nicht schlecht beraten.

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Gunhild Simon

Gunhild Simon

(c) dcic, Bildarchiv

Gunhild Simon: Todbringender Basiliskenblick – was hat er mit duftendem Basilikum zu schaffen?

Das Kaninchen erstarrt beim Blick in die Augen der Schlange. Es ist getroffen vom verderbenbringenden Basiliskenblick. Hat dieser Blick etwas mit duftendem Basilikum gemeinsam?

Basilikum, italienisches Küchenkraut par excellence, ist dank der Beliebtheit von Caprese, einer Spezialität getreu den italienischen Farben grün, weiß, rot, bestehend aus Basilikum, Mozzarella, Tomaten, aus deutschen Küchen nicht mehr wegzudenken.
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