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Martin Walser

Martin Walser

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Martin Walser – Angstblüte

»Wie dem Maler die Welt zu einem Andrang von Motiven wird, so boten sich ihm, wo er hinkam, Möglichkeiten an, Geld zu vermehren.«

Karl von Kahn, Anfang 70, ist Anlageberater, Geldvermehren ist sein Beruf, seine Kunst, seine Leidenschaft. Seine Energieformel, aus Bergwanderungen in den Münchner Firmenalltag übertragen, lautet: »Bergauf beschleunigen.« Unterzugehen kann er sich nicht leisten.

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Klaus Mann

Klaus Mann

Copyright: Thea Sternheim

Klaus Mann – Das zwölfhundertste Hotelzimmer – Ein Lesebuch

Er wollte Tänzer werden und wurde stattdessen Romancier. Im Exil gründete er Zeitschriften in Amsterdam und New York, berichtete aus Moskau, Paris oder Spanien; sein leidenschaftlicher Kampf galt dem Faschismus, zuletzt im Dienst der US Army. Klaus Mann (1906-1949) sah sich als Chronist seiner Zeit: frühreif, ruhelos und hellwach, neugierig, beseelt und am Ende ernüchtert.

Dieses Lesebuch bietet einen Querschnitt aus dem umfangreichen Werk eines der wichtigsten Autoren der Exilliteratur.

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Rhetorik – Grundzüge einer Rede ...
 

Letzte Bearbeitung: 16. Mai 2007

Rhetorik – Analyse einer Rede

Grundzüge einer Rede – mit Herz und Verstand, mit Absicht und Ziel

Von Gunhild Simon

Kann der Redner überzeugen? Rhetorische Figuren sind Redemittel, Stilmittel, die die Rede würzen. Sie alleine machen aber keine gute Rede aus, sie sind notwendige und nicht hinreichende Bedingungen.

Bundespraesident

Bundespräsident Horst Köhler(c) dcic

Herz und Verstand

Eine Rede hat einen inhaltlichen Kern. Um diese Wahrheit auszudrücken bedarf es der rhetorischen Mittel. Denn die Rede hat die Zustimmung des Hörers zum Ziel. Doch dabei bedient sie sich nicht nur rationaler Argumentation, weil sie neben dem Verstand auch die emotionalen Kräfte des Hörers ansprechen will. Aus dem Zusammenwirken von verstandesmäßiger und gefühlsmäßiger Ansprache soll Akzeptanz, Zustimmung und Überzeugung erwachsen.

Die auch heute noch gültigen Grundzüge der Aufgaben eines Redners fasst Quintilian (führender römischer Rhetoriker, 30 – 96 n.Chr.) in seinem pädagogisch-rhetorischen Hauptwerk »institutio oratoria« zusammen. Danach soll eine Rede »beweisen und belehren« (probare et docere), »erfreuen und gewinnen« (delectare et conciliare), »bewegen und aufstacheln« (movere et concitare). Daraus geht hervor, dass dem Redner bewusst beinflussende Mittel zugestanden werden, um seine Hörer zu erreichen. Aus der Idee der Überschneidung von Pädagogik und Rhetorik wird dies verständlich.

Bundespraesident

Bundespräsident Horst Köhler (c) dcic

Absicht und Ziel

Mit einer Rede wird eine Absicht verfolgt. Diese gilt es zunächst zu erfragen. Dabei sind drei Fragen von Bedeutung: Wem dient die Rede – der Aufwertung der eigenen Position, der Abwertung der gegnerischen oder dem Ausgleich gegensätzlicher Sichtweisen? Diese Grundmotive bestimmen die Färbung der sprachlichen Mittel, den Stil der Sprache. Der Redner beabsichtigt, seinen Hörer zu beeinflussen – zu gewinnen. Folglich wird er nach sprachlichen Mitteln greifen, die seine Position aufwerten, dagegen wird er zur Herabsetzung des Gegners solche wählen, die dessen Auffassungen in ungünstiges Licht rücken. Der Beschwichtigung schließlich dienen eher vage, versöhnliche Formulierungen, die weder dem einen noch dem anderen Lager schaden sollen. So gesehen können Worte zu Waffen werden, die mehr oder weniger scharf treffen, sie können jedoch auch schmeicheln. Dafür gibt es viele Wortbilder: anherrschen, harscher Ton, treffsichere Worte, Worte, die mitten ins Herz, wie ein Pfeil, wie ein Beil treffen, messerscharf argumentieren, einlullen, in Sicherheit wiegen, in Watte packen.

Bundespraesident

Bundespräsident Horst Köhler (c) dcic

Kontext, Konstellation, Struktur und Position

Um den Aufbau einer Rede zu beurteilen, sind bestimmte Beurteilungskriterien zu betrachten und einzuordnen. Aus dem historischen, gesellschaftlichen oder politischen Zusammenhang und der konkreten Situation, in der die Rede gehalten wurde, lässt sich die Redekonstellation entnehmen. In einem nächsten Schritt werden die Ziele des Redners untersucht. Diese Analyse muss berücksichtigen, dass seine Absichten möglicherweise – verhüllt unter dem Deckmantel von Lüge oder Verschleierung – zu entlarven sind.

Die Untersuchung von Prämissen, Thesen, Begründungen und Schlussfolgerungen legen die Struktur der Argumentation offen. Daran schließt sich eine Einordnung der sprachlichen Mittel an, also rhetorische Figuren, Wortwahl, Satzbau, Stilmittel und Stilebene. Ein weiterer Aspekt ist die Selbstpositionierung des Redners und die Rolle, die er seinem Publikum zuweist.

Diese Fragen sind oft kein ausdrücklich dargelegter Gegenstand, sondern sie müssen aus Anreden und Wortwahl interpretiert werden. In einem zusammenfassenden Ausblick, der »conclusio«, ist die Schlussfolgerung, die sich schlüssig aus den vorangegangenen Ergebnissen begründen sollte, darzulegen. Hier können und sollen die stärksten Argumente, die diesen Standpunkt stützen, wiederholt herausgestellt und bewertet werden.

Konklusion

Eine Rede ist im Unterschied zu geschriebenen Texten ein vollständiger Akt der Kommunikation. Ihr Ziel ist die Zustimmung des Hörers. Dafür bedient sie sich rhetorischer Mittel. Dies sind Instrumente, die den Hörer gedanklich und gefühlsmäßig ansprechen sollen. Eine gute Rede spricht Herz und Verstand an. Um die wahren Absichten zu erfassen, müssen die Inhalte auf ihren Gehalt hin untersucht werden. Dazu ist eine Analyse der sprachlichen Mittel hilfreich. So wie eine Rede eine Zusammenfassung verlangt, so wird eine abschließende Bewertung auch von dem verlangt, der die Rede beurteilt.

Ergänzende Information: [werner.stangl]s arbeitsblätter

Zu [werner.stangl]s arbeitsblätter

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