![]() |
![]() |
![]() |
||
![]()
|
||||
![]() |
![]() |
![]() |
||
![]() |
![]() |
![]() |
||
![]()
|
||||
![]() |
![]() |
![]() |
||
![]() |
![]() |
![]() |
||
![]()
|
||||
![]() |
![]() |
![]() |
||
![]() |
![]() |
![]() |
||
![]()
|
||||
![]() |
![]() |
![]() |
||
![]() |
![]() |
![]() |
||||
![]()
![]()
|
||||||
![]() |
![]() |
![]() |
||||
Al Gore
|
Al Gore – Angriff auf die Vernunft
Neben der dramatischen Situation des Ökosystems Erde sieht Al Gore eine weitere Katastrophe auf die Welt zukommen: Die allmähliche Selbstauflösung der Demokratie, die Erosion ihrer fundamentalen Werte und ihrer Verankerung im Volk. »Wenn der Mensch erst einmal die Vernunft abgelegt hat, so bleibt ihm nichts mehr zur Abwehr selbst der schrecklichsten Absurditäten, so wie ein Schiff ohne Ruder ganz der Laune des Windes ausgeliefert ist«, zitiert Gore sein Vorbild Thomas Jefferson.
Leidenschaftlich und doch geprägt von einem unerschütterlichen Glauben an die Kraft vernünftiger Argumente, benennt er in seinem aktuellen Buch ANGRIFF AUF DIE VERNUNFT die größten Gefahren für die Demokratie: Eine Politik der Angst, die die Vernunft schrittweise zurückdrängt, ungezügelte Medien-Manipulation, die unheilige Allianz von Macht und Geld und das Erstarken eines staatlich geförderten christlichen Fundamentalismus, der die Politik der USA zunehmend prägt.
So ist sein Buch auch eine Abrechnung mit der Bush-Administration und deren konsequenter Abkehr von den demokratischen Grundwerten. Konkret wirft er der amtierenden Regierung vor, allein aus Machtgier den Rechtsstaat zu beugen. Das Volk, die eigentliche Stütze der Demokratie, bleibt außen vor. Gore erinnert an die Worte Lincolns aus seiner berühmten »House Divided Speech« (1858): »A House divided against itself cannot stand«.
Eine Demokratie, in der das Volk keinen Einfluss mehr hat, wird kaum überleben können. Seit Erscheinen der US-Ausgabe des Bestsellers ANGRIFF AUF DIE VERNUNFT im Mai dieses Jahres wird Al Gore zunehmend gedrängt, sich als Präsidentschaftskandidat der Demokraten zur Verfügung zu stellen.
Auszüge aus »Angriff auf die Vernunft«
»Ich zeige nicht mit dem Finger auf Bush und Cheney, sondern ich zeige auf die Brüche im Fundament der amerikanischen Demokratie. Ich glaube nicht, dass es naiv oder weltfremd ist zu glauben, dass die Wahrheit immer noch zählt. Ich habe Millionen von Menschen auf die ein oder andere Weise dieselbe Frage stellen hören, die auch mich umtreibt: Was läuft so grundsätzlich schief im amerikanischen System?«
»Bush nutzt religiösen blinden Gehorsam zur Tarnung einer in Wirklichkeit extremistischen politischen Lehre, die jede Art von sozialer Gerechtigkeit in einer Weise geringschätzt, die nach den Maßstäben einer anerkannten Glaubensgemeinschaft wohl kaum als fromm bezeichnet werden kann. Hinter dieser speziellen Art der Politik auf Glaubensbasis steckt eine einfache Wahrheit. George Bush hat Körpersprache und Symbolismus von der Religion nur zur Tarnung des bislang rücksichtslosesten Versuchs der amerikanischen Geschichte entlehnt, den Amerikanern zu nehmen, was ihnen gehört, und soviel wie möglich davon den bereits Reichen und Privilegierten zu geben. Diese Reichen und Privilegierten kommentieren Bushs Programm, wie es Vizepräsident Dick Cheney dem ehemaligen Finanzminister Paul O'Neill gegenüber getan hat - anlässlich massiver Steuersenkungen, von denen beide wussten, dass sie ein gewaltiges Loch in die Staatskasse reißen würden: "Das steht uns zu."«
»Diese Interessengruppe steuerte beträchtliche Mittel zum Aufbau eines weit reichenden Netzwerks bei, dem mittlerweile nicht nur Stiftungen und Denkfabriken angehören, sondern auch Political Action Committees (Lobbyorganisationen), Medienkonzerne sowie spezielle Gruppen, die durch gezielte Aktionen auf lokaler Ebene jederzeit eine beliebige Volksmeinung vorgaukeln können und damit jeden vernünftigen Denkprozess unterbinden, der den wirtschaftliche Interessen ihrer Auftraggeber zuwiderläuft.«
»Mit der wachsenden Dominanz des Fernsehens wurden lebenswichtige Elemente der amerikanischen Demokratie ins Abseits gedrängt. Am schwersten wiegt jedoch der Verlust des Spielfelds selbst. Auf dem von den Gründern dieses Staates so geschätzten und sorgsam behüteten 'Marktplatz der Ideen' konnten nach den Worten des englischen Philosophen John Stuart Mill 'Wahrheiten' gefunden und durch den 'vollen und ungehinderten Wettstreit gegensätzlicher Meinungen' präzisiert werden. Der aus Büchern, politischen Schriften und Abhandlungen aus der Aufklärung entstandene öffentliche Raum scheint uns nach einer einzigen Generation - in der Geschichte der Menschheit ein Augenblick - so fremd wie Pferd und Wagen.«
»Es ist gut möglich, dass sich die amerikanische Demokratie durch den Mangel an demokratischer Ertüchtigung in Form von Lesen und Schreiben und durch die Bombardierung jeder neuen Angstpsychose mit Fernsehspots und Patentrezepten eine Störung des Immunsystems zugezogen hat, die ihre Bürger daran hindert, auf ernsthafte Bedrohungen des politischen Systems präzise, angemessen und wirkungsvoll zu reagieren. Auf eingebildete Bedrohungen reagieren wir geradezu panisch, während wir realen Gefahren fast gleichgültig begegnen.«
Pressestimmen zu »Angriff auf die Vernunft«
»Dieses Buch zeigt einen feurigen, Bedenklichkeiten in den Wind schlagenden Al Gore, der sich vorgenommen hat, das volle Risiko einzugehen mit einem schonungslosen Urteil über die Bush-Administration und den Zustand der demokratischen Willensbildung in Amerika in diesem ‚schicksalhaft kritischen Augenblick’ der Geschichte.«
»Eine erschütternde Bestandsaufnahme des Zustandes der Demokratie in den Vereinigten Staaten.«
»Dieses Buch ist ein Dokument des Desasters. Sprachlos liest man [Gores] Schilderungen. 'Angriff auf die Vernunft' ist eine wohltuende und willkommene Philippika für alle, die die europäische Idee Amerikas lieben und die derzeitige US-Regierung verachten.«
»Ein schonungsloses Buch, analytisch und wissenschatlich fundiert, ehrlich und durchaus lesenswert.«
»Es gibt hier keine neuen Erkenntnisse, kein Insiderwissen, nur eine Synopse des bekannten Materials. Und doch hat bisher kaum jemand das Lügengebäude des Bush-Regimes präziser dargestellt.«
Diskutieren Sie diesen Beitrag mit den Autoren von Magazin Deutsch im
|
|
|
© Magazin Deutsch 2007 |
||


